Hatha Yoga

Hatha Yoga ist im Westen wohl die bekannteste, unter den vielen verschiedenen Yoga-Richtungen. Hatha Yoga ist mehr als ein Aneinanderreihen von Körperübungen, keine Kasteiung und auch keine Akrobatik. Er umfasst sowohl eine körperliche wie auch eine geistige Dimension.

Die Praktizierenden von Hatha Yoga achten auf die Bedürfnisse des Körpers und perfektionieren seine Funktionen. Mit Hilfe der Yoga-Stellungen (Asanas) und der Atmung (Pranayama) suchen sie einen gesunden und widerstandsfähigen Körper zu erlangen. Dieser wird dann ein Instrument um das geistige Wachstum durch Meditation (Diyana) zu entwickeln.

Hatha Yoga bietet jedoch mit den Asanas, dem Pranayama und den Meditationen eine umfassende Möglichkeit, sich von körperlichen Blockaden, emotionalem Ungleichgewicht und sich jagenden Gedanken zu befreien.

Hatha Yoga unterstützt dich deine falschen Selbstbildnisse aufzudecken und neue Konzepte von dir entwickeln zu helfen. Mit dem Üben der Asanas kommen deine körperlichen und geistigen Energien wieder zum Fliessen.

Hatha Yoga fördert die Erweiterung des Bewusstseins und beginnt konkret im Bereich der Körperwahrnehmung. Kraft, Balance und Ausdauer werden gestärkt. Schwache und schmerzende Bereiche des Körpers werden in ihrer Funktionsweise verbessert. Neben Muskulatur und Gelenken profitieren auch die Organe, sowie das Nerven- und Hormonsystem.

Ursprung des Yoga

Der Ursprung des Yoga lässt sich etwa 3000 Jahre zurück verfolgen und ist in den ältesten hinduistischen Schriften, den Veden, beschrieben. Die mythologische Figur Patanjali wird als Urvater einer komplexen Yogaphilosophie (etwa seit 500 v. Chr.) betrachtet. Er beschreibt in den Yoga-Sutren die philosophischen Grundlagen und den achtgliedrigen Pfad.

Der moderne Yoga wurde von T. Krishnamacharya im 20. Jahrhundert entwickelt und von seinen Schülern BKS Iyengar und Pattabhi Jois in den Westen gebracht.

Iyengar Yoga

Die korrekte Körperausrichtung in den Yogahaltungen und Atemübungen bildet die Grundlage für das Yoga nach BKS Iyengar.

Die Verwendung von Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Gurte, Klötze, Stühle, Wände und Wandseile ermöglicht jedem einzelnen, unabhängig von Alter und Konstitution, die korrekte Ausrichtung in den Yogahaltungen zu finden.

Dieser Ansatz lässt Ungleichgewichte und Blockaden sichtbar werden, schwache Bereiche werden gestärkt und steife beweglich gemacht. Der Übende arbeitet auf einen ausgeglichenen Zustand hin.